• Unsere Therapiebegleithundeausbildung

Unsere Philosophie

Der Hund ist der treueste Begleiter der Menschen.
Diese emotionale Verbundenheit steht für Nähe, Respekt, Wertschätzung und gegenseitige Achtung und Achtsamkeit.
Der Einsatz von Hunden im pädagogischen und therapeutischen Kontext ist nach wie vor ein aktuelles Thema und zugleich noch immer eine große Herausforderung an die Mensch-Hunde-Teams.

Es braucht eine Haltung. Eine Haltung, die Würde, Kompetenzen und individuelle Ressourcen berücksichtigt.
Der Mensch ist in der Regel in einem pädagogischen / therapeutischen Grundberuf ausgebildet und professionell tätig.
Er verfügt über Berufserfahrung und möchte seinen Hund als Medium einsetzen.

Die Einsatzorte sind daher vielfältig: Der Hund in der Schule, in der Kita, in der Wohngruppe, in Senioreneinrichtungen, in Praxen, im Hospiz, im Krankenhaus etc..
Die Anforderungen an den Einsatz eines Hundes in der psychotherapeutischen Praxis sind andere Anforderungen als für den Hund in der Leseförderung. Der Hund im Hospiz hat vlt. andere Kompetenzen als der Hund, der in der Kita tätig werden soll.

Aus tierschutzrechtlichen und ethischen Gründen halten wir die separate Einzelausbildung zum Therapiebegleithundeausbildung für nicht vertretbar.

Aus diesem Grund ist die Therapiebegleithundeausbildung am Institut für systemische und tiergestützte Therapie nur für Personen geeignet, die bereits eine ESAAT/ ISAAT
qualifizierte Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Interventionen abgeschlossen haben.

Das Aufbaustudium erweitert das bereits erworbene Fachwissen der Fachkraftausbildung.

Neben der Auseinandersetzung mit hundespezifischen Lerninhalten in Theorie und Praxis
wird die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, auch in Form von Gruppensupervision, fokussiert.

Unsere systemische Haltung ist das Fundament für ein ganzheitliches, nachhaltiges Lehren und Lernen. Wir arbeiten kontextabhängig, lösungsorientiert und immer flexibel. In der hundegestützten Arbeit sind die Förderung und Begleitung unserer Klienten nur dann
authentisch und wertvoll möglich, wenn die eingesetzten Hunde respektvoll und individuell gesehen werden.

„Keine Angst vor Deiner Fantasie:
Kein Vogel kann zu hoch fliegen, wenn er seine eigenen Flügel benutzt.“

William Blake

Folgende Module der theoretischen Inhalte wurden bereits in der Fachkraftausbildung vermittelt und stehen den Teilnehmern im E-Learning-Bereich zudem zur Verfügung:

  • Entwicklung sozialer Fähigkeiten
  • Stärkung der Selbstsicherheit und Selbstbehauptung
  • Steigerung der Aufmerksamkeit und Ausdauer
  • Verbesserung der emotionalen Kompetenz
  • Herstellung einer angemessenen Eigen- und Fremdwahrnehmung

Theoretische Inhalte

1. Recht und Hygiene
  • Anatomie und Physiologie des Hundes
  • Normalwerte des Hundes / Werte im Erregungszustand
  • Versorgung von Verletzungen aller Art
  • Zoonosen
  • Rechtsgrundlagen bzgl. des tiergestützten Einsatzes
  • Hygienemanagement (TVT)
1 Unterrichtseinheit
2. Das Tier und sein Verhalten
  • Entwicklungsphasen des Hundes
  • Lernverhalten des Hundes
  • Ausdrucksverhalten
  • Stress- und Beschwichtigungsanzeichen
  • Motivation
  • Kommunikation Hund-Hund
  • Kommunikation Hund-Mensch
  • Ausbildungsmethoden
4 Unterrichtseinheiten
3. Vorbereitung auf den praktischen Einsatz
  • Vorstellung verschiedener Einsatzbereiche
  • Projektmanagement
  • Organisation von hundegestützter Intervention
  • Qualitätssicherung
  • Best Practice
6 Unterrichtseinheiten
4. Haltung, Tierschutz
  • Artgerechte Ernährung
  • Einsatzdauer und -häufigkeiten
  • Pflege und Haltung
  • Hedonisches Budget
  • 5 Freiheiten (FAWC)
2 Unterrichtseinheiten
5. Freie Themen
  • Einführungs- und Kennenlernphase
  • Reflexion der Assistenzeinsätze
7 Unterrichtseinheiten

Praktische Inhalte

6. Verhalten mit Menschen
  • Kommunikation Mensch-Hund-Team
  • Rollenspiele
  • Rahmenbedingungen:
  • Geräusche
  • Umgang mit Klienten
  • Gerüche
  • Gegenstände kennenlernen (Rollstuhl, Krücken, etc.)
6 Unterrichtseinheiten
7. Verhalten mit anderen Tieren
  • Hundebegegnungen untereinander
  • Entspannungstraining mit Kleintieren
4 Unterrichtseinheiten
8. Kontrollier‐ und Beeinflussbarkeit des Tieres durch den Menschen
  • Keine Aufnahme von Leckerchen von der Erde
  • Keine aversiven Methoden
  • Impulskontrolle
  • Rückruf
  • Sonstige Trainingsgrundlagen und Hilfestellungen
7 Unterrichtseinheiten
9. Erkennen von Stresszeichen beim Tier durch den Menschen
  • Stresssignale eines Hundes erkennen
  • Sequenzen filmen und auswerten
  • Stressvermeidung (Abschalttraining)
  • Konditionierte Entspannung
  • Kommandos stressfrei einüben
  • Impulskontrolle
6 Unterrichtseinheiten
10. Therapiespezifische Situationen
  • Rituale
  • Einsatzmöglichkeiten des Hundes
  • Kennenlernen von Materialien
  • Rollenspiele
8 Unterrichtseinheiten
11. Haltung, Tierschutz
  • Mind. 3 Einsätze a 15 Minuten pro Mensch-Hund-Team
  • Einrichtungen: Schule, KiGa, Seniorenheim
  • Die Einsätze werden gefilmt und ausgewertet
9 Unterrichtseinheiten

Weitere Inhalte

Selbstlernzeit/E‐Learning
25 Unterrichtseinheiten
Praktische Zwischenprüfung
8 Unterrichtseinheiten
Theoretische Prüfung
4 Unterrichtseinheiten
Praktische Prüfung
1 Unterrichtseinheiten

Insgesamt 98 Unterrichtseinheiten = 73,5 Stunden

  • Die Kosten im Überblick
  • Eignungstest Mensch-Hund-Team 50,00€
  • Theoretische und praktische Ausbildung mit 60 Unterrichtseinheiten 850,00€
  • Praktische Zwischenprüfung mit 8 Unterrichtseinheiten* 100,00€
  • Prüfungsgebühren 150,00€

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